Publication: Close to Madness - An Approach of Herta Müller's Texts
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Universitatea Transilvania Brasov
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Das Thema des Wahnsinns spielt seit dem Debütband „Niederungen“ (1982) eine wichtige Rolle in Herta Müllers Texten. Schon in ihrem Essayband „Hunger und Seide“ schreibt die Verfasserin, dass die Irren „nicht mehr und nicht weniger“ waren „als der Blick hinter dem Schein dieses Regimes“. Im Roman „Atemschaukel“ (2009) ist der Wahnsinn eine Folge der unmenschlichen Bedingungen in den sowjetischen Arbeitslagern. Auch im Essayband Der König verneigt sich und tötet (2003) rückt die autobiographisch geprägte Ich-Gestalt in die Welt des Wahnsinns, in die sie durch die ständige Verfolgung durch die Securitate getrieben wird. Der Wahnsinn als eine Alternative des Alltags rückt in den Mittelpunkt von Herta Müllers poetischem und essayistischem Werk und zeigt die Abgründigkeit menschlicher Verhaltensweisen unter den Bedingungen einer Diktatur.
